Satelliten im Blick – Schauorte stellen sich vor: die Fleiner Blumengalerie

Nicole Pfriem und ihr Team der Fleiner Blumengalerie waren sofort begeistert, als das Fähnle-Team sie im Sommer als Satellit bzw. weiteren Schauort für die Ausstellung „Hans Fähnle. Maler aus Flein“ anfragte. Sie freut sich, seit Beginn der Ausstellung zwei Werke des Künstlers in ihrem Blumenladen der Öffentlichkeit zeigen und so den Fleiner Bürgern Hans Fähnle näher bringen zu können.

Bereits seit 19 Jahren gibt es die Fleiner Blumengalerie, die seit vier Jahren in der Heilbronner Straße 9 zwischen dem Metzger und dem Bäcker angesiedelt ist. Nicole Pfriem und ihr hochqualifiziertes Team setzen die außergewöhnlichsten Dekorationswünsche um. Sie verwenden vorzugsweise frische Schnittblumen und Grün aus der Region und saisonalbedingt Ware aus tropischen Gefilden, sowie getrocknete Rohstoffe, Pflanzen und exklusive Gefäße. Zudem bietet die Blumengalerie für diejenigen, die sich selber gerne handwerklich betätigen möchten, jahreszeitbezogene Kreativkurse in der geräumigen Werkstatt an.

Was Nicole Pfriem mit Fähnle verbindet? „Expressionismus, Abstraktion, Drama und Farbe“ – und das beschreibt wunderbar die Werke Fähnles, die bis zum 15. Dezember in der Fleiner Blumengalerie während der Öffnungszeiten (Mo-Fr 8:00-12:30 Uhr und 14:30-18:30 Uhr, Sa 8:00-14:00 Uhr) zu besichtigen sind.

Fähnle-Fans sind daher sehr herzlich eingeladen, in die Fleiner Blumengalerie zu kommen und neben den Werken von Hans Fähnle, die Vielfalt und Schönheit der Blumen zu bewundern, die Nicole Pfriem für jeden Anlass – ob Hochzeiten oder Jubiläen – zusammenstellt.

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Einblicke No. 2: Gladiolenfeld

Nachdem wir mit der „Stunde der Entscheidung“ Hans Fähnles expressive Malweise gezeigt haben, geht es bei Fähnles Werk „Gladiolenfeld“ (um 1960) nicht um die Verarbeitung von Kriegserlebnissen, sondern um Naturmotive, die er expressionistisch-realistisch auf die Leinwand bringt. Die Motive sucht er hier in der Natur direkt vor der Tür – und findet sie in den Gärten der Familien und den Freunden. Hans Fähnle schuf das Werk „Gladiolenfeld“ um 1960. Mit seinem farbensprühenden Ausdruck zählt dieses Werk zum Spätwerk Fähnles. Fähnle setzte sich jahrelang mit dem Impressionismus und seiner künstlerischen Intention auseinander und versuchte, neben Landschaftsmalereien der Natur durch die Blumen-Bilder einen kraftvollen und realistischen Ausdruck zu verleihen. Dennoch ist bereits in dem Werk „Gladiolenfeld“ zu erkennen, dass es nicht bei der realistisch-expressiven Malweise des Künstlers bleibt, sondern Fähnle diese verdichtet und sich damit der Abstraktion nähert.

Gladiolenfeld (um 1960), Öl auf Karton 69 x 99 Zierrahmen, Sammlung Goetze Heidelberg

Dieses Werk und weitere Blumenstillleben von Hans Fähnle sind in der Ausstellung „Hans Fähnle. Maler aus Flein“ ab dem 25. Oktober 2013 im Fleiner Rathaus zu sehen. Sie markieren eine weitere, farbenfrohe Station im Leben Fähnles. In Kontrast dazu stehen Fähnles existenzielle Erfahrungen während der NS-Zeit, die zum Beispiel im Werk „die Stunde der Entscheidung“ ihren Ausdruck finden.