Satelliten im Blick – Schauorte stellen sich vor: die Winzergenossenschaft Flein – Thalheim

Die Winzergenossenschaft Flein – Thalheim (WG) ist ein weiterer Schauort und damit Satellit der Ausstellung „Hans Fähnle. Maler aus Flein“. Während der Ausstellung wird die WG ein Werk des Malers Hans Fähnle der Öffentlichkeit in den Verkaufsräumen präsentieren.

Die Winzergenossenschaft wurde 1923 gegründet und ist eng mit der jüngeren Geschichte Fleins verbunden. Die Trauben aus den Weinbergen von Flein werden dort gekeltert und zu Wein ausgebaut, anschließend in den Räumen der WG verkauft.

Warum die Winzergenossenschaft bei der Ausstellung als zusätzlicher Schauort mitmacht? Weil die Inhaber neugierig auf Hans Fähnle und auf sein Werk sind. Bisher sind sie noch nicht mit dem Maler Hans Fähnle in Berührung gekommen, hatten aber von seinem Vater, Paul Fähnle, durch den Heimatkundeunterricht gehört.

Mit Flein verbindet die Winzergenossenschaft ein sehr positives Bild: trotz der Nähe zur Autobahn ist Flein ein ruhiger Ort, voller netter Menschen und tollem Wein.

Die Besucher der Winzergenossenschaft erwartet ein Werk von Hans Fähnle, das thematisch passend zum Fleiner Wein und zur Winzergenossenschaft ausgewählt und ab dem 25. Oktober 2013 dort präsentiert wird.

Die Winzergenossenschaft (Römerstraße 14, 74223 Flein) hat Montag bis Freitag von 8.00 – 12. 00 Uhr und 13.00 – 18.00 Uhr sowie
Samstag von 8.00 – 13.00 Uhr geöffnet und freut sich ab 25. Oktober 2013 auf neugierige Fähnle-Fans!

Die Winzergenossenschaft Flein - Thalheim

Die Winzergenossenschaft Flein – Thalheim

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Noch ein Monat bis zur Vernissage – der Countdown läuft!

Listen erstellen, Treffen vereinbaren, hunderte E-Mails und noch einmal so viele Gespräche in Flein und mit Beteiligten aus allen Himmelsrichtungen, um Hans Fähnle wieder nach Flein zurück zu seinen Wurzeln zu holen – und jetzt ist es nur noch ein Monat hin, bis die Ausstellung „Hans Fähnle. Ein Maler aus Flein“ am 24. Oktober um 19:00 Uhr feierlich im Fleiner Rathaus eröffnet wird!

Das Fähnle-Team sieht mit Spannung dem Tag entgegen – denn es sind noch einige Herausforderungen zu meistern, bis sich aus einem Modell die Ausstellung vor den Augen der Besucher eröffnet. Doch schon jetzt ist klar, dass es neben der Ausstellung im Rathaus noch vieles zu entdecken gibt: ein vielfältig-buntes Begleitprogramm macht neugierig auf Fähnle – ebenso bietet der Katalog zur Ausstellung einen umfassenden und bildhaften Einblick in das Leben des Malers.

Wir sind gespannt auf die kommenden Wochen und freuen uns darauf, dass die Ausstellung bald beginnt!

Das Fähnle Team mit Modell der Ausstellung

Das Fähnle Team mit Modell der Ausstellung

Einblicke No. 3: Selbstbildnis

Eine weitere Schaffensphase des Malers Hans Fähnle umfasst seine Selbstporträts. Immer wieder malt Fähnle während seines Lebens Selbstbildnisse, die anfangs von spätimpressionistischer Art zeugen und später in einen expressionistischen Stil übergehen.

Bereits in früheren eigenen Darstellungen Fähnles wirkt sein blasser Gesichtsausdruck ernst und grüblerisch. Das hier zu sehende Selbstbildnis setzt diese Darstellung des eigenen Ichs fort. Es ist undatiert und zeigt Hans Fähnle mit Brille, sehr markanten Wangenknochen, ernst und frontal den Betrachter ansehend. Der Hintergrund ist im Vergleich zu früheren Gemälden nicht konkret erkennbar. Die Vermutung liegt nahe, dass der weiße Mantel, der im Ansatz zu sehen ist, Fähnles Malerkittel ist und er sich in seinem Atelier befindet. Doch das Werk würde auch andere Deutungen zulassen.

Werk: Selbstbildnis undatiert, Öl auf Karton, 42 × 43 cm, Privatbesitz

Werk: Selbstbildnis undatiert, Öl auf Karton, 42 × 43 cm, Privatbesitz

Die Besucher der kommenden Ausstellung „Hans Fähnle. Maler aus Flein“ bekommen ab 25. Oktober im Fleiner Rathaus die Möglichkeit, dieses Selbstbildnis in den Kontext der anderen Selbstpoträts einzuordnen und die Unterschiede im Vergleich zu anderen früheren Selbstporträts zu betrachten. In zwei Wochen wird ein weiteres Selbstbildnis folgen, das die Spätphase des künstlerischen Schaffens von Hans Fähnle verdeutlicht.

Satelliten im Blick – Schauorte stellen sich vor: ps Möbel Flein

Letztes Mal warfen wir einen Blick in die evangelische Kirchengemeinde in Flein und berichteten über die dortigen Erfahrungen mit Hans Fähnle. Heute betritt ein weiterer Satellit in unserer Serie „Satelliten im Blick – Schauorte stellen sich vor“ die Bühne.

Das „paul schulz Einrichtungshaus“ (ps möbel) in der Talheimer Straße 40 in Flein wird ab Beginn der Ausstellung „Hans Fähnle. Maler aus Flein“ (25. Oktober 2013) zwei Werke des Malers Hans Fähnle beherbergen, die einen deutlichen Bezug zum Einrichtungshaus haben – Herr Foitzik und Frau Schulz laden herzlich dazu ein, diese ab 25. Oktober zu den Öffnungszeiten zu besichtigen!

Das Einrichtungshaus ps möbel in Flein gibt es bereits seit 1948 und bietet neben exklusiven, hochwertigen und internationalen Möbeln auch eine Einrichtungsberatung an. Was Herrn Foitzik an Flein besonders gefällt? Flein ist ein stadtnaher, zentraler Punkt und wünderschön gelegen, schildert Foitzik seine Begeisterung für Flein.

Doch nicht nur Flein schätzen die Inhaber des Einrichtungshauses sehr. Auch für die Kunst ist Begeisterung da und so haben Herr Foitzik und Frau Schulz  bereits in ihrem Einrichtungshaus eigene Ausstellungen durchgeführt und beschäftigen sich gerne mit Kunst.

Daher freuen sie sich auch sehr bei der Hans Fähnle Ausstellung dabei zu sein.

Einblicke No. 2: Gladiolenfeld

Nachdem wir mit der „Stunde der Entscheidung“ Hans Fähnles expressive Malweise gezeigt haben, geht es bei Fähnles Werk „Gladiolenfeld“ (um 1960) nicht um die Verarbeitung von Kriegserlebnissen, sondern um Naturmotive, die er expressionistisch-realistisch auf die Leinwand bringt. Die Motive sucht er hier in der Natur direkt vor der Tür – und findet sie in den Gärten der Familien und den Freunden. Hans Fähnle schuf das Werk „Gladiolenfeld“ um 1960. Mit seinem farbensprühenden Ausdruck zählt dieses Werk zum Spätwerk Fähnles. Fähnle setzte sich jahrelang mit dem Impressionismus und seiner künstlerischen Intention auseinander und versuchte, neben Landschaftsmalereien der Natur durch die Blumen-Bilder einen kraftvollen und realistischen Ausdruck zu verleihen. Dennoch ist bereits in dem Werk „Gladiolenfeld“ zu erkennen, dass es nicht bei der realistisch-expressiven Malweise des Künstlers bleibt, sondern Fähnle diese verdichtet und sich damit der Abstraktion nähert.

Gladiolenfeld (um 1960), Öl auf Karton 69 x 99 Zierrahmen, Sammlung Goetze Heidelberg

Dieses Werk und weitere Blumenstillleben von Hans Fähnle sind in der Ausstellung „Hans Fähnle. Maler aus Flein“ ab dem 25. Oktober 2013 im Fleiner Rathaus zu sehen. Sie markieren eine weitere, farbenfrohe Station im Leben Fähnles. In Kontrast dazu stehen Fähnles existenzielle Erfahrungen während der NS-Zeit, die zum Beispiel im Werk „die Stunde der Entscheidung“ ihren Ausdruck finden.

Satelliten im Blick – Schauorte stellen sich vor: die evangelische Kirche Flein

Das Café DUU hat den Anfang gemacht – heute dreht sich die nächste Vorstellung eines Schauortes (Satellit) um die evangelische Kirche in Flein.

Die evangelische Kirchengemeinde in Flein hat rund 3300 Gemeindemitglieder, zwei Pfarrer leiten gemeinsam diese Gemeinde. Dazu kommen noch ca. 150 ehrenamtliche Mitarbeiter in vielen verschiedenen Bereichen. Die Kirchengemeinde setzt sich das Ziel, eine offene, warmherzige und lebendige Gemeinschaft zu sein, die sich gegenseitig im Glauben stärkt und Gottes Liebe weiter gibt.

Hoch oben und gleichzeitig mitten im Ort liegt die evangelische Kirche (St. Veit Kirche) auf dem Kirchberg und ist aus allen Himmelsrichtungen schon von Weitem zu erkennen.
Was das Besondere an Flein ist? Pfarrer Markus Schanz beschreibt Flein als einen Ort, in dem viele einmalige und liebenswerte Menschen leben, die sich sehr stark für das gemeinsame Leben engagieren. Er schätzt außerdem die überschaubare Größe des Ortes, die noch Begegnungen zwischen den Menschen zulässt.

Hans Fähnle und die evangelische Kirche in Flein passen auf verschiedenen Ebenen zusammen: der tiefe Glauben Fähnles sei auch in seinen Werken zu spüren, so Pfarrer Schanz. Die Ausstellungsbesucher können sich davon eigenständig bei einem Besuch in der Kirche überzeugen. In der Zeit der Ausstellungsdauer (25.10-15.12.2013) wird in der St. Veit-Kirche eine Kreuzigungsszene – gemalt von Hans Fähnle – zu sehen sein.

St. Veit-Kirche in Flein      

„Hans Fähnle hat beeindruckende Gemälde erschaffen und ist ein unterschätzter
Künstler in schwerer Zeit gewesen. Ich erfahre bei Gesprächen und Besuchen, dass manche älteren Fleiner ihn noch persönlich kannten.“ – Pfarrer Markus Schanz